Arbeits- und Sozialrecht

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15.07.2010
Schließung bzw. Insolvenz von Krankenkassen -
Was Arbeitgeber beachten müssen

Mit der Verabschiedung des "Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung" wurde zum 1. Januar 2010 die Insolvenzfähigkeit aller gesetzlichen Krankenkassen hergestellt.

Die Herstellung der Insolvenzfähigkeit der Krankenkassen war politisch gewollt und ist bei bestehendem Kassenwettbewerb systemimmanent. Im Sinne der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und der Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es auch keinen Grund, warum Krankenkassen, die unwirtschaftlich arbeiten und/oder eine kritische Größe nicht erreichen, eine Bestandsgarantie erhalten sollen. Es gehört auch zur sozialen Marktwirtschaft, wenn solche Unternehmen aus dem Wettbewerb ausscheiden.


 
15.07.2010
Fristlose Kündigung bei Diebstahl oder Unterschlagung
von geringwertigen Gegenständen

Für viel Aufmerksamkeit hat jüngst ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) gesorgt, wonach bei Diebstählen, Unterschlagungen oder Betrug an Wertgegenständen von geringem Wert (oft Centbeträge), nicht zwangsläufig eine arbeitgeberseitig ausgesprochene fristlose Kündigung gerechtfertigt ist. Ausgangspunkt war die Klage einer Kassiererin im einen Einzelhandelsgeschäft, die zwei ihr nicht gehörende Pfandbons im Wert von insgesamt 1,30 € zum eigenen Vorteil eingelöst hat (Leergutbons zu 48 und 82 Cent). Der Arbeitgeber hatte daraufhin der Mitarbeiterin fristlos, hilfsweise ordentlich gekündigt. Entgegen den Vorinstanzen hat das Bundesarbeitsgericht die fristlose Kündigung als unwirksam eingestuft und die vorinstanzlichen Entscheidungen aufgehoben.


 
19.02.2010
Unwiderrufliche Freistellung zur wirksamen Urlaubserfüllung erforderlich

Wird ein Arbeitsverhältnis durch eine ordentliche Kündigung beendet, so wird der Mitarbeiter oft bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses von der Arbeitsleistung unter Fortzahlung der Vergütung freigestellt.


 
19.02.2010
EuGH kippt Teile der deutschen Regelung über gesetzliche Kündigungsfristen

Soll ein Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfristen des § 622 BGB ordentlich gekündigt worden, so sind bei der Berechnung der Kündigungsfrist nach § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB die Zeiten des Arbeitsverhältnisses nicht mitzurechnen, die vor Vollendung des 25. Lebensjahres liegen.


 
15.01.2010
Verlängerte KUG-Bezugsfrist 2010

Im Bundesgesetzblatt vom 18.12.2009 (BGBl. Nr. 78, S. 3855) wurde die Verordnung zur Verlängerung der Bezugsfrist des Kurzarbeitergeldes (KUG) veröffentlicht.


 
15.01.2010
Erhöhung der Insolvenzgeldumlage in 2010

Der Bundesrat hat am 18. Dezember 2009 der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegten Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Jahr 2010 zugestimmt. Dadurch erhöht sich der von den Arbeitgebern allein zu finanzierende Umlagesatz von derzeit 0,1 % zum 1. Januar 2010 auf 0,41 %.


 
15.01.2010
Anzeigeverfahren zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind verpflichtet, auf mindestens 5 Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, § 71 Abs. 1 SGB IX. Die zur Berechnung des Umfangs der Beschäftigungspflicht, zur Überwachung ihrer Erfüllung und der bei geringerer Besetzung anfallenden Ausgleichsabgabe notwendigen Daten müssen Arbeitgeber jährlich bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen.


 
15.01.2010
Gezillmerte Versicherungstarife bei Entgeltumwandlung
Bundes-Arbeitsgericht sorgt für mehr Rechtssicherheit
MetallerRente bleibt attraktive Alternative

In einem Urteil vom 15. September 2009 (3 AZR 17/09) hat das Bundesarbeitsgericht über die Verwendung von gezillmerten Versicherungstarifen bei Entgeltumwandlungen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge entschieden.


 
15.01.2010
Kündigung wegen Minderleistung des Arbeitnehmers

Ein Arbeitnehmer schuldet seine Arbeitsleistung in Form, dass er tut, was er soll und zwar so gut, wie er kann (subjektiver Begriff). Obgleich er keine durchschnittliche Arbeitsleistung schuldet, kann ein deutliches Unterschreiten der Leistungen vergleichbarer Arbeitnehmer über einen längeren Zeitraum dennoch nach ständiger Rechtsprechung des BAG eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen.


 
15.01.2010
Lohnrückstände als Kündigungsgrund

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Betriebe schon einmal Schwierigkeiten, die Löhne zu zahlen. Seitdem vorrangig die Sozialbeiträge abzuführen sind, haben sich diese Schwierigkeiten für Unternehmen in der Krise noch verschärft. Jetzt bekommen die Betriebe aber auch noch die harte und teure Faust des deutschen Arbeitsrechts zu spüren:


 
10.12.2009
Förderung von Altersteilzeitverträgen läuft Ende 2009 aus

Der Abschluss von Altersteilzeitverträgen gemäß dem Altersteilzeitgesetz ist zwar unbefristet über das Jahr 2010 hinaus möglich. Die finanzielle Förderung von Altersteilzeitverträgen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA), die sich aus der Zahlung des Aufstockungsbetrages in Höhe von 20 % und einem Zuschuss zu den Rentenversicherungsbeiträgen zusammensetzt, läuft jedoch zum Ende dieses Jahres aus.


 
10.12.2009
Arbeitsverträge auf der UVM-Homepage überarbeitet

Seit vielen Jahren gibt es auf der Homepage des UVM zahlreiche Muster für Arbeitsverträge, die regelmäßig überarbeitet werden.


 
10.12.2009
Elena-Verfahren, Arbeitgeberpflichten ab 01. Januar 2010

Ab 01. Januar 2010 besteht für Arbeitgeber die Verpflichtung, die Entgeltdaten ihrer Arbeitnehmer monatlich in elektronischer Form an eine so genannte zentrale Speicherstelle zu übermitteln.


 
14.10.2009
Neuregelung: Urlaubsabgeltung und längere Krankheit

Scheidet ein Mitarbeiter aus dem Arbeitsverhältnis aus, ist ihm grundsätzlich der (Rest-)Urlaub, den er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht nehmen konnte, auszuzahlen (= Urlaubsabgeltung gemäß § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz). Gängige Rechtsprechung seit 1994 war auch, dass der bei Ausscheiden noch vorhandene Resturlaubsanspruch bei einem hypothetischen Fortbestand des Arbeitsverhältnisses bis spätestens zum 31. März des auf die Beendigung folgenden Jahres tatsächlich hätte genommen werden können.


 
13.05.2009
Ordnungsgemäße Unterzeichnung einer Kündigung – Probezeitkündigung
So machen Sie es richtig!

Das für Kündigungen nach § 623 BGB bestehende Schriftformerfordernis ist nur gewahrt, wenn das Kündigungsschreiben vom Kündigenden eigenhändig unterzeichnet ist. Die bloße Paraphierung mit einem Namenskürzel genügt nicht. Nach dem äußeren Erscheinungsbild muss erkennbar sein, dass der Unterzeichner seinen vollen Namen und nicht nur eine Abkürzung hat niederschreiben wollen. Insoweit ist ein großzügiger Maßstab anzulegen. Auf die Lesbarkeit des Namenszuges kommt es nicht an.


 
13.05.2009
Aktuelle Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes – kurz zusammengefasst

 
20.04.2009
Informationspflicht des Arbeitgebers bei Beendigung von Arbeitsverhältnissen, Neuregelung ab 1.1.2009

Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis endet, ist verpflichtet, sich unverzüglich beim Arbeitsamt arbeitsuchend zu melden, wenn er von der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses erfährt. Andernfalls drohen Kürzungen bei einem eventuellen späteren Arbeitslosengeldbezug.


 
10.12.2008
Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) verkündet

Das neue Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) bringt für Betriebe zahlreiche Neuerungen. Nach der Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat ist das lange diskutierte Gesetz zur Reform der gesetzlichen Unfallversicherung am 4. November im Bundesgesetzblatt verkündet worden.


 
10.12.2008
Insolvenzgeldumlage

Die Umlage für das Insolvenzgeld wird in Zukunft nicht mehr von den Berufsgenossenschaften für die Bundesagentur für Arbeit eingezogen. Diese Aufgabe nehmen nun die Krankenkassen als Einzugsstellen wahr.


 
11.11.2008
Hinweise zur Einführung von Kurzarbeit

Die aktuelle, wirtschaftliche Situation macht es für manchen Betrieb erforderlich, Kurzarbeit einzuführen. In Betrieben mit Betriebsrat hat dazu nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVerfG der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht, das üblicherweise durch Abschluss einer Betriebsvereinbarung ausgeübt wird. In Betrieben ohne Betriebsrat ist folgendes zu beachten:


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Ausgabe Juli 2010
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